3. Führerscheinrichtlinie zum 19.01.2013

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Befristung der Führerscheindokumente

Ab dem 19.01.2013 ausgestellte Führerscheindokumente werden auf 15 Jahre befristet. Vor dem 19.01.2013 ausgestellte Führerscheindokumente müssen spätestens zum 19.01.2033 umgetauscht werden. Zur Verlängerung benötigen Sie nur ein Passbild.

Wenn Sie den Führerschein der "alten" Klasse 3 haben:
bekommen Sie beim Umtausch Ihres Führerscheins die Klassen B, BE, C1, C1E, AM und L erteilt.

werden Ihnen außerdem die Klassen A und A1 allerdings mit der Beschränkung auf dreirädrige Kraftfahrzeuge (Trikes) und Trikes mit Anhänger mit einer zG von maximal 750 kg zugeteilt. Die Beschränkung wird mit den Schlüsselzahlen 79.03 bzw. 79.04 im Führerschein dokumentiert.


Auf Antrag bekommen Sie außerdem:
Klasse CE mit der Schlüsselzahl 79 (C1E > 12.000 kg, L <= 3). Mit dieser Schlüsselzahl dürfen Sie auch Fahrzeugkombinationen mit einer zG von mehr als 12.000 kg fahren. Die zG des Zugfahrzeugs ist auf 7.500 kg begrenzt und die Zahl der Achsen auf drei. Diese Erlaubnis gilt nur bis zu Ihrem 50. Geburtstag. Eine Verlängerung um jeweils 5 Jahre ist möglich, wenn Sie eine ärztliche Bescheinigung über Ihren Gesundheitszustand und Ihr Sehvermögen vorlegen. Wenn Sie Ihren alten Führerschein nicht umtauschen, dürfen Sie ab dem 50. Lebensjahr keine Kombinationen mehr fahren, deren zG größer ist als 12.000 kg.

die Klasse T, wenn Sie in der Land- oder Forstwirtschaft tätig sind.


Sie dürfen mit dem Führerschein der "alten" Klasse 3 folgende Motorräder fahren:
Führerschein wurde vor dem 01.04.1980 erteilt:
Mit diesem Führerschein dürfen Sie Leichtkrafträder der Klasse A1 fahren (max. 125 ccm Hubraum, 11 kW Motorleistung). Wenn Sie Ihren Führerschein umtauschen, bekommen Sie die Klasse A1 zugeteilt. Sie können auch den Führerschein Klasse A2 beantragen. Dieser berechtigt zum Führen von Motorrädern bis 35 kW. Für diese Erweiterung ist nur eine praktische Prüfung vorgeschrieben. Bevor der Fahrlehrer Sie zu der Prüfung vorstellen darf, muss er sich aber von Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten überzeugen und soweit erforderlich mit Ihnen bis zur Prüfungsreife üben.

Führerschein wurde seit dem 01.04.1980 erteilt:
Mit diesem Führerschein dürfen Sie fahren:
Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 ccm und einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit von höchstens 45 km/h (bei Kleinkrafträdern, die bis zum 31.12.2001 erstmals in den Verkehr gekommen sind, beträgt die bbH 50 km/h)

Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor im Sinne der Vorschrift der DDR, wenn sie bis zum 28.02.1992 erstmals in den Verkehr gekommen sind (§ 76 Nr. 8 FeV)

 

 

Neuordnung der Führerscheinklassen

Neben der Anpassung der nationalen Klasse M in die neue EU-Klasse AM werden auch dreirädrige Fahrzeuge (Trikes) in Abhängigkeit ihrer Motorleistung in die A-Klassen integriert.
Der Bedeutung des sukzessiven Erfahrungsaufbaus von Fahranfängern wird bei den Motorradklassen durch die Regelungen des „Stufenführerscheins“ Rechnung getragen. Wer zunächst die Fahrerlaubnis in einer weniger starken Leistungsklasse erwirbt, erhält leichteren Zugang zur nächst höheren Fahrerlaubnisklasse. Allerdings erhält man nach 2 Jahren nicht mehr automatisch die uneingeschränkte Klasse A, wie dies bei der Klasse A beschränkt bisher noch möglich ist. Dafür ist der Direkteinstieg bereits mit 24 Jahren möglich.

Bei der Klasse B wird die Anhängerregelung durch den Wegfall der komplizierten Randbedingungen über die verschiedenen Gewichte einfacher. Zukünftig wird man alle Anhänger mit mehr als 750 kg ohne Einschränkung fahren können, die in der Summe der zulässigen Gesamtmassen von Zugfahrzeug und Anhänger 3,5 t nicht überschreiten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit im Rahmen einer Fahrerschulung diesen Wert noch auf 4,25 t zu erweitern. Dies wird im Führerschein durch die Schlüsselnummer 96 kenntlich gemacht.

Wer sich jedoch im Anhängerbetrieb alle Möglichkeiten offen halten will, sollte direkt die Klasse BE erwerben. Hier wird lediglich die zulässige Gesamtmasse des Anhängers auf 3,5 t beschränkt. Wer dann noch schwerere Anhänger fahren möchte, muss die Klasse C1E erwerben. Auch bei dieser Klasse fallen die Randbedingungen hinsichtlich der Gewichte in Zukunft weg. Es gilt auch hier die Summe der zulässigen Gesamtmassen, jedoch bei C1E von 12t.

Wichtig:
Bei der Ermittlung der erforderlichen Fahrerlaubnis finden auch weiterhin Stütz-, Sattel- bzw. Aufliegelasten keine Berücksichtigung und dürfen nicht abgezogen werden. Die EU-Führerscheinrichtlinie betrachtet bei Zugkombinationen grundsätzlich Zugfahrzeug und Anhänger getrennt voneinander.

Bei den Klassen C und CE ist das Mindestalter auf 21 Jahre und bei der Klasse D auf 24 Jahre erhöht worden. Eine Reduzierung auf 18 bei den Klassen C/CE und 21 oder 20 Jahre bei der Klasse D ist lediglich im Rahmen der Qualifizierung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifizierungsgesetz oder der Ausbildung zum Berufskraftfahrer weiterhin möglich.

Wichtig zu wissen ist, dass der Umfang einer bis zum 18.01.2013 erworbenen Fahrerlaubnis erhalten bleibt. Allerdings bringt ein späterer Erwerb teilweise auch Vorteile. Wer also noch den Führerschein aufgrund seines Mindestalters bis zum 18.01.2013 erwerben kann, muss sich über die Vor- und Nachteile im Klaren sein und entsprechend entscheiden.

 

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